Der interaktive Geschäftsbericht 2018

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Kennzahlen
Strategie und Märkte
Technologien im Fokus
Megatrends der Mobilität
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ZF bleibt in einem schwieriger werdenden Marktumfeld weiter auf Kurs – so lässt sich das Jahr 2018 zusammenfassen. Der Konzern kann dank seiner starken Marktposition in der Antriebs- und Fahrwerktechnik sowie in der aktiven und passiven Sicherheitstechnik eine positive wirtschaftliche Bilanz vorlegen. Die Zukunft haben wir ebenfalls fest im Visier: Unsere neue strategische Ausrichtung auf die „Next Generation Mobility“ manifestiert sich in einer Vielzahl serienreifer und zukunftsfähiger Innovationen. So schreiben wir unsere Erfolgsgeschichte mit neuen Produkten und Dienstleistungen fort, die zugleich die Mobilität der nächsten Generation prägen. Wir sind für bestehende wie auch für neue Kunden attraktiv, denn unsere Alleinstellungsmerkmale in den Kompetenzfeldern Vehicle Motion Control, Integrierte Sicherheit, Automatisiertes Fahren sowie Elektromobilität geben uns ein klares Profil.
Die wirtschaftliche Basis stimmt weiterhin: Der Umsatz ist auf 36,9 Milliarden Euro im Jahr 2018 gestiegen. Das bereinigte EBIT liegt mit 2,1 Milliarden Euro leicht unter Vorjahresniveau. Den Wert erwirtschaftete ZF trotz höherer Ausgaben für Forschung und Entwicklung und gestiegener Materialpreise. Der Konzern investierte 2,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung und 1,6 Milliarden in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, um seine Zukunftsfähigkeit mit neuen Produkten, Dienstleistungen und Kapazitäten abzusichern.
Insgesamt erwirtschaftete ZF damit einen um Unternehmenskäufe und -verkäufe bereinigten Free Cashflow von 0,9 Milliarden Euro. Den Entschuldungskurs haben wir konsequent fortgesetzt und die Bruttoverschuldung aus der Übernahme von TRW im Jahr 2015 um weitere 1,4 Milliarden Euro reduziert.
Die Aussichten für das kommende Geschäftsjahr sind von einer unsicheren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geprägt: Wir streben einen Konzernumsatz zwischen 37 und 38 Milliarden Euro an, eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 5,0 und
5,5 Prozent sowie einen um Unternehmenskäufe und -verkäufe bereinigten Free Cashflow von rund einer Milliarde Euro. Wir werden weiter konsequent in Zukunftsfelder der Mobilität investieren. Wir wollen branchenübergreifend in unseren vier Kompetenzfeldern als Technologieführer weltweit Spitzenpositionen im Markt besetzen.
Allen ZF-Mitarbeitern möchte ich an dieser Stelle für ihr Engagement im vergangenen Jahr danken. Hier liegt auch für die kommenden Jahre ein wesentlicher Erfolgsfaktor unseres Unternehmens. Ebenso danke ich unseren Kunden und Geschäftspartnern für ihr Vertrauen in ZF.
Darüber hinaus gilt mein Dank den Vertretern der Anteilseigner und den Mitgliedern des Aufsichtsrats für die intensive Begleitung der Unternehmensentwicklung. Wir werden die Erfolgsgeschichte von ZF fortschreiben.
„WIR PRÄGEN HEUTE DIE MOBILITÄT DER NÄCHSTEN GENERATION.”
— Wolf-Henning Scheider, Vorsitzender des Vorstands der ZF Friedrichshafen AG

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Alle wichtigen Zahlen und Fakten zum Geschäftsverlauf 2018 finden Sie im aktuellen Geschäftsbericht.

Kennzahlen

Kennzahlen

Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr

2018 2017
Umsatz 36.929 Mio. € 36.444 Mio. €
Bereinigtes EBIT 2.065 Mio. € 2.339 Mio. €
bereinigte EBIT-Marge 5,6 % 6,4 %
Ergebnis vor Steuern 1.225 Mio. € 1.409 Mio. €
in % des Umsatzes 3,3 % 3,9 %
Ergebnis nach Steuern 965 Mio. € 1.167 Mio. €
Bereinigter Free Cashflow¹ 891 Mio. € 1.818 Mio. €
Investitionen in Sachanlagen 1.586 Mio. € 1.350 Mio. €
Eigenkapitalquote (Jahresende) 27,5 % 24,4 %
Dividende 195 Mio. € 50 Mio. €
Mitarbeiter² 148.969 146.148
¹ Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit bereinigt um Unternehmenskäufe und -verkäufe.
² Direkte und indirekte Mitarbeiter ohne Zeitarbeiter, Auszubildende und Ferienkräfte zum 31. Dezember 2018.
Strategie und Märkte

strategie und märkte

Fokussiert auf neue Lösungen

ZF hat die Fähigkeit, technologische Kompetenzen miteinander zu verknüpfen. Mit vernetzten Lösungen gelingt es , Kunden und Mobilitätsanwendern einen Mehrwert zu bieten. Das Ziel ist eine saubere, sichere Mobilität, die automatisiert, komfortabel, bezahlbar und überall zugänglich sein wird – die „Next Generation Mobility“.

Autonomes Ride-Hailing, Micromobility, Mobility-as-a-Service – viele neue Begriffe zeigen: Es tut sich was im Mobilitätsmarkt. Das Feld der Anwendungen fächert sich weiter auf. Urbane Zentren benötigen andere Verkehrslösungen als ländliche Regionen. Gängige Formen des individuellen Fahrzeugbesitzes werden durch speziell zugeschnittene Dienstleistungen ergänzt.

Mit dem hochautomatisierten und autonomen Fahren stehen Technologien bereit, die neue Verkehrskonzepte realisierbar machen, aber auch neue Anforderungen an Sicherheit definieren. Die „Next Generation Mobility“, die ZF in den Mittelpunkt seiner Strategie gestellt hat, gewinnt an Kontur. Ebenso die Nutzer, die durch erweiterte Bedürfnisse und gesellschaftliche Veränderungen die Nachfrage bestimmen – und damit zusätzliche Marktchancen prägen.

ZF_ProAI_Robothink

An der Schaltstelle des mobilen Geschehens: Die ZF ProAI Robothink ist der leistungsstärkste Supercomputer, den die Automobilbranche aktuell zu bieten hat. ZF setzt den skalierbaren KI-fähigen Zentralrechner auch für seine vernetzten Systemlösungen ein.

Attraktiv für alle Märkte

Kaum ein neues ZF-Produkt macht diese Ausrichtung auf die moderne Verkehrswelt so deutlich wie die ZF ProAI Robothink. Es ist der leistungsstärkste KI-fähige Supercomputer, den die Mobilitätsbranche aktuell zu bieten hat. Das Spitzenmodell des flexibel skalierbaren Zentralrechners leistet bis zu 600 Billionen Rechenschritte pro Sekunde (600 Tera-OPS). Damit kann es den Datenstrom von internen und externen Sensoren ebenso wie cloudbasierten Input und Car-to-X-Kommunikation in Echtzeit vernetzen und verarbeiten – um präzise die Aktuatoren in Antrieb und Fahrwerk anzusteuern. Genau das werden autonome Fahrzeuge ab Level 4 benötigen, um im öffentlichen Verkehr sicher unterwegs zu sein.

ZF ist mit seiner Systemkompetenz und seinem innovativen Produktportfolio für alle Märkte attraktiv. So gibt es immer mehr neue Fahrzeughersteller mit geringer eigener Entwicklungstiefe, die einen Gesamtanbieter für elektrischen Antrieb, Lenkung, Bremse und Sensorik sowie Know-how für das automatisierte Fahren suchen – sie werden bei ZF fündig. Etablierte Automobilhersteller haben ähnliche Bedürfnisse, weil die eigenen Entwicklungskapazitäten nicht mehr ausreichen, um steigende Anforderungen an Emissionsverhalten und Fahrzeugsicherheit zu erfüllen und zugleich die E-Mobilität und das Autonome Fahren zur Marktreife zu entwickeln.

Diese Marktattraktivität hat sich ZF in den vergangenen Jahrzehnten erarbeitet. Nun gilt es, sie auszubauen. Mit seiner Strategie „Next Generation Mobility“ spielt ZF das Alleinstellungsmerkmal des Konzerns in zweifacher Hinsicht aus: Aktuelle Umsatzchancen nutzen und gleichzeitig neue Kunden und Märkte gewinnen, in denen vielleicht noch nicht heute oder morgen, wohl aber übermorgen deutliche Umsatzanteile erwirtschaftet werden können.

Die Zukunft der Mobilität: Dank ZF ProAI autonom unterwegs

Mobilität in allen Facetten

Der Verkauf von Pkw und Nutzfahrzeugen bleibt auf hohem Niveau. Dazu werden innovative Fahrzeuggattungen bald das Straßenbild prägen. Weitere Player erobern den Mobilitätsmarkt, zusätzliche Geschäftsmodelle etablieren sich rund ums Automobil. Eine neue Unübersichtlichkeit? Nicht für ZF. Der Konzern hat mit seinen Kompetenzfeldern die gesamte Mobilität im Blick.

Wir sind eines der weltweit größten Technologieunternehmen der Mobilität. Dass sich die Branche aktuell stark wandelt, ist für ZF Herausforderung und zugleich Chance. Längst arbeitet der Konzern an Lösungen für eine saubere, sichere Mobilität. Unsere Aktivitäten fokussieren wir dabei auf vier Technologiefelder, in denen wir langjähriges Know-how haben. Kunden profitieren von diesem Vorsprung, denn wir können je nach Bedarf modernste Komponenten liefern oder sie zu kompletten Systemen integrieren. Wir sind in diesen vier Technologiefeldern schon heute führend. Unser Know-how setzen wir bei Pkw ebenso ein wie bei Lkw und Bussen sowie in der Industrietechnik – etwa bei autonom fahrenden Gabelstaplern oder Spezialfahrzeugen für Betriebshöfe. Daraus ergeben sich Synergieeffekte für ZF und weitere Vorzüge für unsere Kunden.

Vehicle Motion Control

Das Fahrwerk einschließlich aller Bewegungs-Aktuatoren spielt eine zentrale Rolle für die Sicherheit, den Komfort und die Effizienz von Fahrzeugen. ZF kann alle Systeme, die Längs-, Quer- oder Vertikalbeschleunigung beeinflussen, vernetzen und aufeinander abstimmen. Damit Autos und Nutzfahrzeuge ruhig und sicher dahingleiten, ganz gleich ob autonom oder mit einem Fahrer, der selbst steuert.

Integrierte Sicherheit

Eines Tages sollen autonomes Fahren und intelligente Verkehrsführung Unfälle vermeiden. Bis dahin ist Insassenschutz unabdingbar. ZF verfügt schon heute über das umfassendste Sicherheitstechnikportfolio der Zulieferbranche. Das reicht von Sensoren, Bremsen, Lenkungen und Sicherheitsgurten sowie Airbags über Elektronik bis hin zu aktiven Fahrwerken, die mit Systemen wie der aktiv mitlenkenden Hinterachse (AKC) ausgestattet sind.

Automatisiertes Fahren

Automatisiertes Fahren wird Mobilität sicherer machen und den Alltag von Menschen erleichtern. Systeme von ZF wie Sensoren, Zentralrechner und Aktuatoren lassen Fahrzeuge schon heute sehen, denken und handeln sowie autonom fahren. Das wird auch zu innovativen Mobilitätskonzepten führen, für die sich schon neue Anbieter in Position bringen. Daraus ergeben sich weitere Chancen für ZF als Systemlieferanten.

Elektromobilität

Lokal emissionsfreie Mobilität ist weltweit auf dem Vormarsch – Hybridantriebe wie rein elektrische Antriebe für Fahrzeuge sind längst Realität. ZF liefert sowohl die Kernkomponenten für die Elektromobilität wie E-Maschinen, Gleichrichter oder Leistungselektroniken als auch komplette Systeme – und das für alle Fahrzeuggattungen, vom E-Scooter über Pkw bis zum 40-Tonner.

Autonomes Fahren: So geht die Rechnung auf

Fürs autonome Fahren benötigen Fahrzeuge künstliche Intelligenz und immense Rechenpower. Mit ZF ProAI RoboThink liefert ZF den leistungsstärksten KI-Zentralrecher im Automotive-Umfeld. Die verschiedenen ZF ProAI-Modelle bieten maximale Flexibilität.

Große Städte mit großem Hebel

Urbanisierung ist ein Megatrend, der Zustrom in Ballungszentren bleibt weltweit ungebrochen – mit negativen Folgen für Luft- und Lebensqualität. Nur maßgeschneiderte Konzepte leisten einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz. ZF bietet vielfältige Lösungen und Technologien an.
Technologien im Fokus

technologien im fokus

Kernkompetenz Innovation

Voll vernetzt bis autonom. Emissionsarm bis rein elektrisch: ZF nimmt die Zukunft der Mobilität vorweg. Mit seinen Produkten elektrifiziert der Konzern alles, was rollt – vom Scooter bis zum 40-Tonner. Mit seinem Technologieportfolio kann ZF sämtliche Fahrzeuge sehen, denken und handeln lassen. Kein ehrgeiziger Anspruch für die Zukunft, sondern Realität in vielen Pkw, Nutzfahrzeugen und Industrieanwendungen.

Was haben das 200-Kilowatt-Aggregat eines Formel-E-Boliden, der Hybrid-Antrieb eines Sattelschleppers und der Motor eines Pedelec gemeinsam? Sie alle kommen von ZF. Denn der Konzern steuert alles bei, was Fahrzeughersteller für die Elektrifizierung des Antriebs brauchen – von Komponenten wie der E-Maschine und Leistungselektronik bis hin zu kompletten Systemen. ZF-Antriebe bringen die Micro-Mobility mit Scootern ebenso voran wie den öffentlichen Personenverkehr mit Bussen, den Gütertransport per Schwerlastzug oder den Van auf der „letzten Meile“ in der Innenstadt.

Wenn es um Vernetzung und autonomes Fahren geht, erweisen sich ZF-Innovationen ebenfalls als wegweisend. Neben Sensortechnik gewinnen Software und auch Rechenleistung an Bord an Bedeutung – denn viele Fahrfunktionen lassen sich nur mit künstlicher Intelligenz im Fahrzeug realisieren. ZF-Technik spielt ihre Vorzüge aus, wenn es darum geht, Fahrzeuge sehen, denken und handeln zu lassen.

Doch auch traditionelle ZF-Kompetenzen gewinnen im Zeitalter des automatisierten Fahrens an Bedeutung. Mit der Vernetzungslösung cubiX verbindet ZF alle aktiven und semiaktiven Aktuatoren im Auto zu einem Gesamtsystem – Lenkung, Dämpfer, Bremse und Antrieb. Dadurch entsteht ein harmonisches Fahrgefühl, das besonders wichtig werden dürfte, wenn sich das autonome Fahren weiter durchsetzt.

Dann sind wir alle – zumindest zeitweise – Beifahrer, konzentrieren uns also weniger auf die Strecke, sondern gehen während der Fahrt anderen Tätigkeiten nach.

Automatisierte Helfer für die Logistik

Der Trend zum hochautomatisierten und autonomen Fahren bringt auch ganz neue Fahrzeuggattungen hervor. So wird die Personenbeförderung in Städten bald schon durch „People Mover“ erfolgen. Denn in Zukunft fahren Menschen immer seltener mit einem Auto von A nach B, sondern nutzen ein Angebot unterschiedlicher Verkehrsmittel: Bahnen, Robotaxis, People Mover, sie alle werden Bestandteil eines solchen „modal split“ sein. In einem Joint Venture mit der e.GO Mobile AG beteiligt sich ZF an der Herstellung dieser Fahrzeuge, für die weltweit ein Millionenbedarf prognostiziert ist.

Dieselben Fahrzeuge werden als „Cargo Mover“ auch den Güterverkehr der Zukunft prägen. Wie sich zum Beispiel die „letzte Meile“ der Paketzustellung durch automatisierte Fahrfunktionen optimieren lässt, zeigt der ZF Innovation Van 2018: Das Level-4-Fahrzeug manövriert eigenständig durch das urbane Umfeld. Für Paketboten hilfreich ist die Fernsteuerung via Tablet: Ist die nächste Adresse so nah, dass sich der Weg dorthin besser zu Fuß bewältigen lässt, folgt der Innovation Van wie an einer virtuellen Leine. Findet sich vor einer Adresse kein Parkplatz, kann der Paketbote das Fahrzeug zum nächsten Stopp vorausschicken, wo es selbstständig eine Haltemöglichkeit sucht.

Auf dem Weg zum E-Mobil mit Verbrennungsmotor

Durch Plug-in-Hybrid-Antriebe ist die Elektromobilität längst auf den Straßen angekommen. Ausreichende Akku-Kapazität vorausgesetzt, sind die damit ausgerüsteten Fahrzeuge im Alltag vollwertige E-Autos, die zusätzlich einen Verbrennungsmotor haben.
Megatrends der Mobilität

megatrends der mobilität

Unterwegs in Richtung morgen

Wie werden wir künftig mobil sein? In welchen Fahrzeugen? Wie werden die wachsenden Megacities weltweit mit Gütern versorgt? An Antworten auf diese Fragen arbeitet ZF heute schon. Die „Next Generation Mobility“, die sich ZF auf die Fahnen geschrieben hat, erfüllt wesentliche Bedürfnisse und Trends der Gesellschaft von morgen. Und wird so zu einer „Mobility for the next Generation“.

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis über den Fortschritt ist: DEN Fortschritt gibt es nicht. Stattdessen geht es auf verschiedenen Wegen in ganz unterschiedlichen Geschwindigkeiten in die Zukunft – manchmal rasant, manchmal schleichend, immer aber unumkehrbar. Heute lässt sich bereits vieles absehen, was uns und unsere Nachkommen im 21. Jahrhundert noch beschäftigen wird.

Zunehmende Urbanisierung: Rasantes Wachstum von Städten ist schon heute an vielen Stellen der Welt zu beobachten. 2050 werden dort zwei Drittel der Menschheit leben. In solchen Riesenstädten muss Mobilität neu organisiert werden. Wenn es nach Stadtplanern geht, passiert das mit öffentlichem Personentransport, kombiniert mit autonomen Transportsystemen. Denn nur durch eine intelligente Gesamtsteuerung wird es gelingen, die Häufigkeit von Staus zu senken.

Was ist Lebensqualität? Und wie lässt sie sich erhöhen? Viele Menschen haben diese Frage für sich bereits beantwortet – und damit ebenfalls messbare Trends ausgelöst: Die Wertschätzung von Sicherheit und Ökologie nimmt zu. Diese Entwicklung prägt nicht nur Fachdisziplinen wie die Medizin oder die Lebensmittelindustrie, sondern auch die Mobilität. Das strategische Ziel von ZF, zu einer mobilen Welt ohne Unfälle und ohne Emissionen beizutragen, zahlt darauf ein.

Zugleich wird die Lebenswelt der Menschen immer individueller. Das ist auch sichtbar am Konsumverhalten. Dass Menschen geduldig Schlange stehen, um standardisierte Güter des täglichen Bedarfs zu erwerben, kennen wir bald nur mehr aus den Geschichtsbüchern.

Der Trend geht zu individualisierten Produkten, die noch dazu innerhalb eines Tages geliefert werden sollten. Dem passen sich Produktions- und auch Logistikprozesse heute schon an. Und auch die Mobilität wird noch individueller. Der Besitz eines Fahrzeugs wird bald weniger entscheidend sein als der Zugriff auf Mobilität – etwa über app-gestützte Ride-Hailing-Dienste.

Möglich macht dies die Vernetzung – ein weiterer Trend, der heute schon unser Medienverhalten prägt. Er strahlt längst auf die Mobilität aus, wo autonome Fahrzeuge miteinander kommunizieren können, um ihre Passagiere sicherer und effizienter ans Ziel zu bringen.

All diese Entwicklungen haben Auswirkungen auf die Welt von morgen und auf die Mobilität der Menschen – auf die „Next Generation Mobility“, wie sie ZF vorantreibt.

Für neue Generationen bedeutet Mobilität nicht mehr ausschließlich, einen Pkw zu besitzen. Der autonome e.GO Mover ist ein elektrischer Kleinbus, der den städtischen Personentransport oder Individualverkehr ergänzen wird.

Robo-Taxis – die clevere Mitfahrgelegenheit

Neue urbane Mobilitätsangebote wie Ride-Hailing sind einer der größten Treiber für die Entwicklung des autonomen Fahrens. Mit einem Demofahrzeug veranschaulicht ZF, wie das Unternehmen neue Mobilitätsformen ermöglicht.
People@ZF

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Kreativität freisetzen

Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Mit der Digitalisierung halten neue agile Methoden Einzug auch in große Unternehmen. Für die Menschen bei ZF bietet das zusätzliche Möglichkeiten, ihre Expertise einzubringen: Vernetztes Arbeiten über Länder- und Organisationsgrenzen hinweg setzt kreative Impulse frei.

Die Arbeitswelt wird digitaler. Aber was bedeutet das? Bei ZF zweierlei. Zum einen profitiert das seit Jahrzehnten etablierte, kontinuierlich optimierte Produktionssystem mit seinen akkuraten Planungsprozessen, die bereits von der Entwicklungsphase an auf Null-Fehler-Qualität hin optimiert sind. Doch zudem wird auch etwas anderes wichtig: Kreativität, Entrepreneurship und Agilität, Stichworte, die für eine neue Arbeitswelt mit flachen Hierarchien stehen, die durch schnelle Arbeitsweisen charakterisiert ist und durch den Mut, neue, innovative Wege zu gehen.

ZF hat damit begonnen, die unterschiedlichen Arbeitswelten mit ihren jeweiligen Geschwindigkeiten miteinander in Einklang zu bringen. Dieses „Dual Operating System“ hilft ZF, die bisherigen wie auch die neuen Kundensegmente anzusprechen: auf der einen Seite den traditionellen Fahrzeughersteller, auf der anderen das junge Start-up. Deshalb haben beide Betriebsmodi bei ZF ihre Berechtigung und stehen nicht in Konkurrenz zueinander.

Agile Arbeitsmethoden fördern im Alltag Ideen und Engagement der Mitarbeiter.

Ideen der Mitarbeiter gewinnen

Für beides sind die Expertise und das Engagement der eigenen Mitarbeiter wichtig. Wie stark ZF auch auf die Kreativität der Belegschaft setzt, zeigte das Unternehmen 2018. Zum zweiten Mal schrieb der Konzern den internen Ideenwettbewerb „ZF Innovation Challenge“ aus. Gefragt waren Vorschläge für die Digitalisierung bestehen- der Produkte aber auch ganz neue Ansätze. Dabei ebenfalls im Fokus: mehr Nutzen für vorhandene und neue ZF-Kunden.

Auch die hohe Zahl von Patentanmeldungen und die über 776 Projekte, die für den 2015 gegründeten weltweiten Ideenwettbewerb ZF Excellence Award eingereicht wurden belegen das hohe Niveau, das die Aktivierung von Mitarbeiterideen bei ZF hat.

Spitzenleistungen von Konzernspitze prämiert

Mitarbeiter aus aller Welt präsentierten im Rahmen des ZF Excellence Award ihre innovativsten Projekte des Jahres 2018 vor dem ZF-Topmanagement.

Digital Convention: Das Potenzial entfesseln

Die erste Digital Convention fand in der Messe Friedrichshafen statt und war für mehr als 800 Mitarbeiter eine Plattform zum Netzwerken und Austauschen über digitale Themen und Trends. Chief Digital Officer fasst ihre Eindrücke in einem Blogpost zusammen.
Vorstand

vorstand

Vorstand der ZF Friedrichshafen AG

Dr. Franz Kleiner Qualität, Elektronik und ADAS, Passive Sicherheitstechnik, Aktive Sicherheitstechnik, Region Nord- und Südamerika | Dr. Holger Klein Pkw-Fahrwerktechnik, Aftermarket, Region Asien-Pazifik und Indien | Dr. Konstantin Sauer Finanzen, IT, M&A | Wolf-Henning Scheider Vorsitzender des Vorstands, Forschung & Entwicklung, Vertrieb | Sabine Jaskula Personal und Recht, Arbeitsdirektorin | Wilhelm Rehm Materialwirtschaft, Nutzfahrzeugtechnik, Industrietechnik | Michael Hankel Pkw-Antriebstechnik und E-Mobility