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NACHHALTIGKEIT Mobilität von Morgen

Keine Nachhaltigkeit ohne Klimaschutz

Der Klimaschutz ist zum beherrschenden Thema unserer Zeit geworden. Jugendliche gehen dafür freitags auf die Straße, Investoren machen klimaschädliches Verhalten zum Ausschlusskriterium, und die Europäische Union plant einen „Green Deal“, um als erster Kontinent bis 2050 klimaneutral zu werden.

Die Klimastrategie von ZF

Bis 2040 soll ZF klimaneutral sein – und zwar für alle drei Scopes des Greenhouse Gas Protocols. Das heißt, dass bis dahin alle rund 240 Standorte von ZF weder durch Eigenerzeugung noch durch den Bezug von Strom CO2-Emissionen verursachen (Scope 1 und 2). Schon bis 2030 will ZF diese CO2-Emissionen gegenüber 2018 um 50 Prozent reduziert haben. Dafür wollen wir die Energieeffizienz in unseren Werken um 20 Prozent steigern und zunehmend Strom aus erneuerbaren Quellen beschaffen. Gleichzeitig werden wir die Emissionen in unserer gesamten Lieferkette reduzieren und die Umweltauswirkungen unserer Produkte minimieren (Scope 3).

Auch beim jährlichen Wirtschaftsgipfel in Davos stand der Klimaschutz im Mittelpunkt. Kurz zuvor hatte der Weltrisikobericht als die fünf größten Wirtschaftsrisiken weltweit ausschließlich Konsequenzen des Klimawandels identifiziert. So warb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im EU-Parlament für den Green Deal: „Lasst uns daran denken, was es kosten würde, wenn wir nichts unternehmen.“

Automobilbranche im Umbruch

Ganze Wirtschaftssektoren sind inzwischen im Umbruch, mittendrin die Automobilbranche, die besonders gefordert ist. Allein in den Städten der OECD verursacht der Verkehrssektor heute mehr als ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen. Für Hildegard Müller, Präsidentin des deutschen Verbands der Automobilindustrie e.V., ist klar, dass die Branche „angesichts von Digitalisierung, Veränderungen im Mobilitätsverhalten und insbesondere der großen Herausforderungen beim Klimaschutz vor gewaltigen Veränderungen“ steht. Doch sie ist zuversichtlich: „Eine Herausforderung, welche die Branche annimmt. Die deutsche Automobilindustrie bekennt sich dazu, dass die Verantwortung für Menschen und Umwelt nicht am Werkstor endet, sondern über die gesamte Lieferkette verankert werden muss.“

ZF gestaltet die Transformation

ZF gestaltet die Transformation aktiv mit. Das strategische Ziel „Vision Zero“ steht für null Emissionen und null Unfälle im Straßenverkehr. Nun wird nicht nur die Produktion klimaneutral. Im Januar 2020 verkündete Wolf-Henning Scheider, Vorstandsvorsitzender von ZF, dass bis 2040 die gesamte Wertschöpfungskette – von der Lieferkette bis zur Nutzung der Produkte – klimaneutral werden soll. Damit unterstützt das Unternehmen die Ziele des Pariser Klimaabkommens, das die Erwärmung der Erde auf unter 1,5 Grad begrenzen soll.

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„Die deutsche Automobilindustrie bekennt sich dazu, dass die Verantwortung für Menschen und Umwelt nicht am Werkstor endet, sondern über die gesamte Lieferkette verankert werden muss.“

Hildegard Müller, Präsidentin Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA)